Bautage

Zustand des Bildwerferraums im Kino Gemünd vor der Demontage im Oktober 2011. 
Lange Betriebsjahre haben deutliche Spuren hinterlas- sen. Die Projektoren wurden zerlegt und dem Kultur- kino Vogelsang gespendet

Im April 2015 beginnt im Kulturkino Vogelsang der Wiederaufbau mit dem Einbau einer Schallschutz- unterlage.  Wenn es auch Tonfilmmaschinen sind, leise sind sie nicht, wenn der Film erst einmal läuft. Das aber ist allen analogen Kinogeräten eigen. Mit Filz und Holz als Schwingungsdämpfer kann man Abhilfe schaffen.

Für ungefähr 60 Jahre war der Bau von Kinogeräten etwas Grundsolides. Langlebige Werkstoffe liessen gern 250 kg Gewicht zusammenkommen, pro Filmprojektor. Davon benötigte jedes Kino gleich zwei. Einmal hingestellt, war ein Verschieben nicht mehr vorgesehen. Es gilt also gut zu planen.

Die Montage des empfindlichen Projektorkopfes ist nur in Teamarbeit zu bewältigen. Alles ist unhandlich, schwer und mit 500 ccm dünnflüssigem Öl gefüllt.


Die beiden Projektoren am neuen Standort nach dem ersten Zusammenbau. Dann folgte die technische Bestandsaufnahme, mit Prüfung von Vollständig- keit und Funktion der einzelnen Baugruppen. Schnell zeigte sich: mit den alten Gummikabeln im Inneren wird das nichts mehr. Alle elektrischen Verbindungen müssen mit modernem Material neu erstellt werden. Das war auch Anlass, aufgefundene Fehler und Veränderungen gegenüber dem Urzustand zu beseitigen.

Die schriftliche Dokumentation des technischen (Projektoren) und baulichen (ursprüngliche Installationen im Bildwerferraum) Ist-Zustandes war  eine Voraussetzung für die funktionstüchtige Restaurierung von Bildwerferraum und Projektionsanlagen.


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